Herzensangelegenheit: Kinderschutz
Um es mit den Worten des deutschen Schriftstellers Karl Franzos zu sagen: Die Eindrücke in der Kindheit wurzeln am tiefsten.
Ich erlebe immer wieder, dass pädagogisches Fachpersonal trotz der gesetzlichen Mitteilungspflicht gemäß § 37 des Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes 2013 Berührungsängste haben, dieser auch tatsächlich nachzukommen.
Um den Bogen zum oben genannten Zitat zu spannen: Kommt es zu keiner Meldung, bedeutet dies im schlimmsten Fall aber auch, dass dem Kind und seinem Umfeld definitiv DIE Chance auf konstruktive Veränderung verwehrt bleibt.
Ziel in meinen (Inhouse-)Seminaren und Workshops ist durch (Selbst)Reflexion mit Gleichgesinnten betreffend die eigene Haltung, Grenzen und Vorbehalte sich dem hochsensiblen und auch sehr herausfordernden Kinderschutzthema anzunähern, neben einem zur Verfügung gestellt bekommenen Werkzeugkoffer, auch nützliches Wissen zu erhalten: grundsätzlich inhaltlich variabel gestaltbar. Wer es kompakt haben möchte: in 5 Modulen buchbar.
In (RUF)Seminaren - aufgrund eines Anlassfalles - fungiere ich in Betreuungseinrichtungen und Schulen als Weg- und Prozessbegleiterin: so kurz wie möglich und so lange als nötig. Von A wie von Anfang an, mit einer vermuteten Kindeswohlgefährdung, bis Z wie Zusammenarbeit mit der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, über: D wie Diskussion im Team, E wie Elterngespräch, M wie Mitteilungsformular usw.
Einen Sicherheitsanker bzw. Handlungsleitfaden in und mit Teams diverser Einrichtungen und Schulen für den "worst case" zu kreieren, gehört ebenfalls in mein Repertoire. Aktiven Kinderschutz zu leben und somit nicht nur professionell, sondern auch gesetzeskonform zu handeln, bedeutet sich gemeinsam klar zu werden, wo für jedes einzelne Teammitglied Kinderschutz beginnt, wo die Hürden liegen und was jede*r einzelne eines Teams braucht, um (selbst)sicher möglichen Kindeswohlgefährdungen zu begegnen und dementsprechend aufzutreten.